Prämienzahlungen mindern den Sonderausgabenabzug

Auch gesetzliche Krankenkassen können ihren Versicherten Wahltarife anbieten, die als Selbstbehalttarife in begrenzter Höhe oder Kostenerstattungstarife ausgestaltet sind. Je nachdem, welche Versicherungsleistungen in Anspruch genommen werden, kann es nachträglich zu einer Prämienzahlung kommen. So kann dieses Modell als eine Art Wette auf niedrigere Kosten für Versicherungsleistungen angesehen werden, die der Versicherte mit seiner Krankenkasse abschließt.

Der BFH hat nun darüber entschieden, ob derartige Prämienzahlungen die als Sonderausgaben geltend gemachten Krankenversicherungsaufwendungen mindern. Das Finanzamt bejahte das und kürzte beim Kläger die abziehbaren Sonderausgaben um die erhaltenen Prämienzahlungen. Der BFH gab dem Finanzamt im Ergebnis recht; er sah die Prämienzahlungen als Beitragsrückerstattung an. Da die finanzielle Leistungskraft des Klägers in Höhe der Prämienzahlung nicht gemindert sei, könne er für diesen Betrag auch keinen Sonderausgabenabzug vornehmen.

Vorsicht: Von Prämienzahlungen sind allerdings Bonuszahlungen der Krankenkassen, etwa für die Teilnahme an Präventionskursen, zu unterscheiden. Derartige Bonuszahlungen haben nicht immer Auswirkungen auf den steuermindernden Sonderausgabenabzug. Für Ihre Fragen zum Thema stehen wir gerne zur Verfügung.

Mittwoch, 09. Januar 2019
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