e-Rechnung - Bis zum 27.11.2020 müssen Auftragnehmer von Bundesbehörden auf e-Rechnung umstellen!

Per Richtlinie 2014/55/EU hatte die EU 2016 alle Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet, den Empfang von elektronischen Rechnungsdaten durch die öffentliche Verwaltung sicherzustellen. 2017 hat die Bundesregierung dann die Verordnung zur elektronischen Rechnungsstellung im öffentlichen Auftragswesen des Bundes verabschiedet (ERechV). 

Hiernach trifft seit dem 18.04.2020 neben dem Bund auch alle öffentlichen Rechnungsempfänger auf Landes- und kommunaler Ebene die Pflicht, elektronische Eingangsrechnungen bei Überschreiten bestimmter Schwellenwerte entgegenzunehmen.

Ab dem 27.11.2020 besteht dann grundsätzlich eine Verpflichtung für die Versendung elektronischer Rechnungen an Bundesbehörden. Rechnungsbeträge unter 1.000 € sind (derzeit noch) ausgenommen. 

In diesem Zusammenhang ist rechtlich zulässig nur die Verwendung von zwei e-Rechnungs-Standards: das X-Rechnungs-Format, das zur Gänze aus strukturierten Daten besteht (sog. „X-Rechnungen“), und das hybride ZuGFeRD 2.0. (Kombination aus PDF-Dokument sowie einer integrierten Rechnungsdatei im XML-Format), wobei letzteres in der Praxis aber eher eine untergeordnete Rolle spielen dürfte.

Papier- und insbesondere normale PDF-Rechnungen müssen ab dem 27.11.2020 von den Rechnungsempfängern des Bundes jedenfalls nicht mehr akzeptiert werden, da sich diese nicht maschinell auslesen und weiterverarbeiten lassen. Solche Rechnungen können dann zukünftig zurückgewiesen werden.


Hinweis: Das Bundesministerium der Finanzen hat unter dem nachfolgenden Link ein FAQ zum Thema e-Rechnung zur Verfügung gestellt:
www.e-rechnung-bund.de/faq-e-rechnung/faq-e-rechnung/

Die Neu-Regelung dürfte natürlich für Unternehmen, die aktuell keine öffentlichen Auftraggeber haben oder akquirieren wollen, wenig interessant sein. Allerdings ist aus der EU-Richtlinie erkennbar, dass künftig auch eine Ausweitung auf den B2B-Bereich sowie das Endkundengeschäft geplant ist.

Wie elektronischen Rechnungen an die Verwaltung der Länder übermittelt werden sollen, ist je nach Bundesland unterschiedlich geregelt. Eine interaktive Karte zum Stand der Umsetzung und den individuellen Regelungen lässt sich z.B. beim Verband Elektronische Rechnung finden:
www.verband-e-rechnung.org/xrechnung/

Bei Interesse können Sie übrigens schon heute Ihre DSG-Steuerberatungs-Rechnungen - papierlos - als ZuGFeRD-Rechnung bekommen. Sprechen Sie uns hierauf gerne an!


 

Donnerstag, 01. Oktober 2020
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